Galerie Ulrike Hrobsky - "Farbaufbrüche"


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"Den Abstrakten unterstellt man ja gern irgendwelche gegenständlichen
 Hintergedanken. Dem Jackson Pollock etwa, dass sein Blutdruck während
 der Mal-Action um ein Fünftel höher gewesen wäre als gemeinhin bei
 Presswehen (was genau dem Orgasmus-Blutdruck entspricht). Dass er
 folglich insgeheim auf die Leinwand ejakuliert hätte und seine
 Drippings nichts als obszöne Masturbations-Shows gewesen wären.
 Wilde Wollust-Gefilde.
 Nigl: A Querformat wird immer als Landschaft  interpretiert,
       a Hochformat als Figur. Des kamma ned verhindern.

 Gut, beim Nigl käme wenigstens niemand auf die Idee, ein darwinistisches
 Naturschauspiel zu vermuten: Krötenwanderung über die Südosttangente,
 Montag sieben Uhr Früh. Oder eine Sachertorten-Dämmerung:
 Diätfundamentalisten lassen sich zu einer Massenhinrichtung von Kalorien
 hinreißen - mit der Planierraupe. Dafür sind seine Arbeiten nicht
 unappetitlich und schmutzig genug. Dann handelt es sich bei ihnen schon
 eher um eine romantische Ölpest im Abendrot. Vermutlich ist der Nigl ja
 ohnedies ein sentimentaler Farbschwärmer. Ein hoffnungsloser Ästhet."

 Mag. Claudia Aigner



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"Gerald Nigl's works of art are not conventional paintings.
 He is rather a sculptor of the canvas. Layer by layer he builds up
 paste like areas of colour. He leaves out gaps in order to let the
 colours from beneath shine through and he covers up coloured areas
 to accomplish density."

 Ulrike Hrobsky, Vienna



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